Hochzeitsfeier aus der ganzen Welt

Wie die Hochzeiten in verschiedenen Ländern der Welt gefeiert werden

 

Die Hochzeit ist das Glücklichste, wunderschönste Ereignis in Ihrem Leben, unabhängig davon zu welcher Nationalität das junge 
Paar gehört. Dennoch jedes Volk hat eigene Hochzeitsbräuche und Traditionen. 

Wir finden sehr interessant wie die Hochzeiten in verschiedenen Ländern gefeiert werden. Vielleicht nehmen Sie einige lustige 
und ungewöhnliche Traditionen ins Drehbuch Ihrer eigenen Hochzeit auf? Sie werden ganz bestimmt Ihre Hochzeit eigenartig und 
unvergesslich machen! 

Die russische Hochzeit  wird sehr großzügig gefeiert!

Hochzeiten feierte man früher in Russland zu einer bestimmten Jahreszeit, meist im Herbst oder Winter, das heißt in der Pause 
zwischen den großen Fastenzeiten. Diese beliebteste Zeit für Hochzeiten in Russland begann nach Weihnachten und reichte bis 
zur Maslennitsa (Fastnachtswoche). Dieser Zeitraum wurde "Swadebnik" (Hochzeitszeit) genannt. Heutzutage sind bei jungen 
Leuten jedoch der Frühling, das Sommerende und der Herbst viel beliebter.

Der Ritus der kirchlichen Trauung in Russland wird inzwischen immer öfter vollzogen, ist allerdings nach dem Gesetz erst 
nach der standesamtlichen Eheschließung möglich. Die Trauung soll hier ein besonders schöner und rührender Ritus sein, 
wo sich das Brautpaar vor Festgemeinde und Gott den Eid schwört, sich in guten und bösen Zeiten gegenseitig treu zu sein. 
Man geht davon aus, dass sie ihre Zugehörigkeit zueinander durch die Trauung in einem besonderen Maße zu spüren 
bekommen, und sich auf ein langes zusammenleben einstellen, denn eine Scheidung ist in der Orthodoxie offiziell verboten.

Nach der Tradition kauft gewöhnlich der Bräutigam die Eheringe, das Brautkleid und die Schuhe für seine Braut , während 
die Familie der Braut das Brautpaar mit der Pridanoje (Mitgift) versorgt – meist Bettwäsche, Geschirr oder Möbel. 
Bei der Ankunft frisch gebackener Eheleute im Hause des Ehemannes werden sie von dessen Mutter laut russischer Tradition 
mit Brot und Salz empfangen. Unter den Augen der Gäste bricht sich jeder ein Stück Brot ab – wer das größte Stück hat – soll 
demnach auch der Chef in der Familie sein. Eine moderne Hochzeit dauert in der Regel zwei bis drei Tage.

Die Russen lieben es, die Hochzeit großzügig zu feiern! Sie entscheiden sich oft (aber nicht immer!) für ein Menü mit Service, 
was sehr elegant und feierlich ist. Die Auswahl der Gerichte ist sehr umfangreich, z.B. kalte und warme Vorspeisen, Suppe, 
Hauptgang Fisch, Sorbet, Fleisch, Dessert, Käse, Kaffe, Tee, Espresso. Dabei gibt es reichlich Auswahl an Getränken: weiße 
und rote Weine, Sekt, Aperitif, Weinbrand, Wodka usw. Die Gäste essen und trinken viel, aber dabei wird auch viel getanzt, 
gespielt und gesungen. Aber auch Buffet ist sehr beliebt.

In Russland ist es üblich, dass die Hochzeit 2 Tage lang gefeiert wird. Am Samstag findet die standesamtliche bzw. kirchliche 
Zeremonie und die Hochzeitsfeier im Hause des Bräutigams statt. Am Sonntag wird im Hause der Braut weiter gefeiert. 
Angefangen mit einem reichlichen gemeinsamen Frühstück wird die Hochzeit weiter bis spät Nachmittag oder Abend gefeiert.

Die vietnamesischen Brautpaare feiern 2 Hochzeiten.

Erste Hochzeit wird von den Eltern des Bräutigams organisiert, die zweite Hochzeit müssen die Eltern der Braut veranstalten. 
Als Geschenk bekommt das Brautpaar die Samen der Wassermelone – Symbol der Fruchtbarkeit.

Die Braut und der Bräutigam in Japan trinken auf der Hochzeit neun Schlucke Reis Sake (japanischer Reisschnaps). Danach sind 
sie offiziell Mann und Frau.

Die Dänen heiraten am liebsten am Valentinstag – dann wird das Brautpaar sich das ganze Leben lieben. 

Auf dem Hochzeitstisch soll der dänische Kuchen mit Marzipan, geschmückt am Rand mit Kerzen, frischem Obst und mit dem Bild 
des Brautpaares nicht fällen. 
In Belgien, bevor der Bräutigam einen Heiratsantrag macht, muss vor dem Fenster der Braut eine Birke oder Tannenbaum einpflanzen. 
Wenn die Fräulein seinen Antrag einnimmt, muss sie einen Kaffee Nachmittag mit den vielen Süßigkeiten veranstalten. 
Kurz vor der Hochzeit soll die Braut Ihren Namen auf dem Taschentuch aus Stoff sticken. Dieses Taschentuch nimmt sie zur 
Hochzeitszeremonie mit. 
Nach der Hochzeit wird dieses Tuch in einem Bilderrahme aufbewahrt bis die nächste familiäre Hochzeit kommt. 

In Holland wird vor der Hochzeitszeremonie gegessen und nicht danach wie in meistens europäischen Ländern. 

Zum Essen werden unbedingt Bonbons angeboten („der Zucker der Braut“) und der würzige Wein („die Tränen der Braut“). 

Österreich bei der Fahrt zur Kirche oder Standesamt müssen so viel Lärm machen wie es geht um den Teufel abzuschrecken. 

Deshalb befestigen sie an den Wagen die leeren Konservenbüchsen und den übrigen Kram. Die Braut schmückt Ihren Schleier 
mit Blumen. Wenn das Brautpaar in die Kirche eingehen, tragen die Blumenkinder die Streukörbchen mit Bluten (Rosen). 
Nach der Trauung bestreuendie Blumenkinder mit diesen Bluten den Weg des Brautpaares.

Griechenland

Auf dem Bett des Brautpaares sollen erstmal die Kinder laufen, damit das junge Paar gesunde und glückliche Kinder bekommt. 
Auch soll in Griechenland auf der Kleidung der Freunde und der Freundinnen des Paares das Auge dargestellt sein, das 
ein junges Paar vor den Misserfolgen schützen wird.

Der Taufpate des Bräutigams – der Ehrengast, der das Brautpaar traut, führt es um den Altar drei Mal. Am Tag der Hochzeit legt 
die Braut in den Brauthandschuh das Stückchen des Zuckers, damit ihre Liebe und den Bräutigam immer süß bleibt.

In Ungarn zum Beispiel, alle Autos, die Hochzeitskonvoi sehen, beginnen auf der Straße zu hupen, das Brautpaar begrüßen und 
gratulieren. 

Traditionelles Geschenk des Bräutigams zu seiner Braut ist die Tasche voll mit Münzen und der Braut dem Bräutigam 3 oder 
7 Taschentücher (Glückszahlen). Die Braut wird mit jedem Gast tanzen, aber nicht kostenlos. 

Ähnliche Tradition ist auch in Portugal. Der Gast, der mit der Braut tanzen möchte, legt das Geld in Ihr Brautschuh.

In Polen befestigen die Gäste das Geld an das Brautkleid um mit ihr zu tanzen. 

Im Dorf Freunde und Nachbarn der Braut flechten den Kranz aus den Blättern Rosmarin und schmücken mit ihm das Brauthaar.

In Spanien schenkt der Bräutigam seiner Braut 13 Münzen. 

Damit möchte er zeigen, dass er sich um sie sorgen kann. Die ganze Hochzeitszeremonie hält die Braut diese Münzen bei sich 
im speziellen Geldbeutel.

In vielen afrikanischen Ländern unter der Sklaverei dürften die schwarze Paare nicht heiraten und zusammenleben. 

Um die Liebe zu zeigen, sprangen die jungen Männer vor allen durch den Besen, der ein Symbol des Anfanges ihres "Ehelebens" war. 
In heutige Zeit springen frisch vermählte nach der Trauung als Zeichen, dass diese schwere Sklaven Zeiten nicht vergessen sind. 
Die Braut zieht vor der Hochzeit eine Muschelkette als Symbol der Reinheit und Sauberkeit an.

In Nigerien soll die Braut vor der Hochzeit etwas zunehmen, sonst wird sie zu Ihren Eltern zurückgeschickt.

In Kenia schmückt die Braut vor der Hochzeit Ihre Füße und die Nägel durch die rituellen Muster in schwarz - rote Farbe. 

Zeichen hält ganzes Jahr lang und symbolisiert das neue Status der Frau. Der Ehemann muss ein Monat nach der Hochzeit 
Frauenkleidung tragen damit er die ganze Schwere des weiblichen Anteiles fühlen konnte.

In Indien der Vater der Braut trifft den Bräutigam wie einen Ehrengast und wischt ihm die Füße. 

Die Braut überreicht dem Bräutigam traditionelles Hochzeitsgetränk aus der saureren Milch, Honig und Öl. Dieses Getränk wird nur 
besonderen Gästen angeboten. Bruder des Bräutigams und anderer männlicher Verwandter streuen nach der Hochzeitszeremonie 
auf das Brautpaar mit Rosenblüten als Schutz, um die böse Geister zu verjagen. Die Trauringe tragen die Hindus nicht auf dem Ringfinger 
wie in Europa sondern auf dem Daumen 

In Iran soll der Bräutigam der Braut teures Geschenk schenken – ein Haus, die Wohnung oder die große Summe goldenen Münzen. 

Die Braut soll dem Bräutigam auch etwas Teures schenken – zum Beispiel einen Ring oder einen Hochzeitsanzug. 

Während der chinesischen Hochzeitszeremonie trinken die Braut und der Bräutigam den Wein und den Honig aus den Bechern, 
die zusammen mit einem roten Band verbunden sind – die rote Farbe symbolisiert die Liebe und die Freude. 

Kurz vor der deutschen Hochzeit kommen die Freunde der Braut zur Tür ihres Hauses und zertrümmern die Teller vor der Schwelle 
damit sie Erfolg hat. 

Am nächsten Tag legt die Braut während der Zeremonie in Ihre Tasche das Brot und das Salz, was den Überfluss symbolisiert. 
Der Bräutigam bringt das Korn, was den Reichtum und den Erfolg bedeutet. 

In Norwegen ganz am Ende der Hochzeitsfeier reicht die Braut Ihren Gästen den Käse. Sie ist verpflichtet, jedem Gast ein Stückchen 
abzuschneiden. 

Anhand, wie sie den Käse abschneidet, beurteilen die Gäste über Ihre hässliche Fähigkeiten. 

In der Slowakei schenkt der Bräutigam der Braut einen Rosenkranz, das Gebetbuch, den Gürtel der Treue mit drei Schlüsseln 
(wie das Symbol der Erhaltung ihrer Keuschheit), die Pelzmütze und den silbernen Hochzeitsring. 

Die Braut schenkt dem Bräutigam das vielfarbige seidene Hemd, das mit den goldenen Garnen gestickt ist und den Ring. Vor der Trauung 
wickelt der Trauzeuge den Bräutigam in den Regenmantel der Braut ein, damit die bösen Geister sie nicht trennen könnten. 

In Thailand bereitet ein älteres Ehepaar das Hochzeitsbett vor und legt auf das Bett kleine Säcke oder Schachteln mit dem Reis, Körnern 
und Münzen als Symbol des Reichtums. 

In Finnland vor der Hochzeit besucht die Braut das Haus des Bräutigams, wo sie eine Woche lang bleibt und erledigt verschiedene 
Hausarbeit. 

In Frankreich während der ersten Hochzeitsnacht störten die junge Menschen auf jede Weise das junges Paar, manchmal dringen 
die ganze lärmende Menge jungen Menschen ins Schlafzimmer ein. 

Das junge Paar trinkt immer noch den Wein aus einer Schale mit zwei Griffen. 

In Schweden legt die Braut die silberne Münze, die ihr ihr Vater gibt, in den linken Schuh, und die goldene Münze, die ihr die Mutter 
gibt, - in den rechten. 

Die Schuhe sollen ohne Verschlüsse sein, was die leichte Geburt des Kindes in der Zukunft symbolisiert. Die schwedischen Frauen tragen 
drei Ringe - Verlobungsring, Ehering und noch ein Ring, der die Mutterschaft symbolisiert. 

In Schottland wirft der Bräutigam nach dem Aussprechen der Treu Schwüre auf die Schultern der Braut ein kariertes Tuch mit den Farben 
seines Klans und befestigt das Tuch mit silbernen Stecknadeln. 

Nach der Zeremonie waschen die Freunde die Füße der Braut und der Bräutigam und vorbereiten dadurch das Brautpaar zum neuen Leben. 

In Italien als traditionelle Form der Liebeserklärung singt der junge Mann ein Liebeslied unter dem Fenster des Mädchens - morgens 
oder abends. 

Zum Beweis der Billigung wirft das Mädchen dem Geliebten aus dem Fenster die Blume. Ein Tag vor der Hochzeit zieht der Bräutigam 
das grüne Hemd an - so zieht er das Wohlergehen in die zukünftige Familie heran. Vor den Türen der Kirche, in der die kirchliche Trauung 
geschieht, binden die seidenen Bände, was das unzertrennliches Eheband symbolisiert. 

In den englischen Dörfern gehen die Braut und ihre Gäste bis zur Kirche zusammen. 

Die Bräute nähen am Rand des Kleides ein Amulett an als Glücksbringer und wählen die Kleidung so aus, dass darin etwas neues, 
gebrauchtes, geborgenes und blaues war.